Jugendarbeit im Schützenverein

Bogencamp 2019

  • 2019 fand das 4. Bogencamp statt
  • 27 Kinder im Alter von 10 – 18 Jahre
  • 4 ausgebildete Bogentrainer
  • Verlauf:
    • Bogenschießen auf Scheiben
    • 3-D-Tierparcours
    • Schnitzeljagd
    • Hindernissparcours
    • Materialkunde: Pfeile kleben, Sehne wickeln
    • Ablegen des Bogenabzeichens: rote Feder, goldene Feder, weißer Pfeil
    • Lagerfeuer, Knüppelkuchen, Grillen
    • Zeltlager

Bericht Bogencamp 2019

Zeltplatz
Blick über das Gelände

Vom 05.07.2019 – 07.07.2019 fand zum vierten Mal das Bogencamp der Schützengilde in Niedersteinbach statt. In diesem Jahr konnten wir bei strahlendem Sonnenschein 28 Teilnehmer zählen, die in drei größere Gruppen eingeteilt wurden. Zum einen hatten wir eine große Gruppe von Anfängern. Jugendliche in dieser Disziplin haben über das Wochenende alle Grundkenntnisse im Bogenschießen erlernen können. Die beiden Fortgeschrittenengruppen hatten den Anfängerkurs in den vorherigen Jahren erfolgreich absolviert und konnten nun auf ihre Fähigkeiten aufbauen. An allen Stationen wurden die Jugendlichen dazu von unseren ausgebildeten Bogentrainern beaufsichtigt und unterstützt. Am Freitagnachmittag reisten unsere Teilnehmer an. Zuerst machten wir die Jugendlichen mit unserem Gelände vertraut, zeigten ihnen alle wichtigen Orte und es erfolgte eine umfangreiche Belehrung. Daran anschließend bauten wir alle zusammen die Zelte auf und fanden uns im Vereinshaus ein.

Für alle fand an diesem Freitagnachmittag ein Theoriekurs statt, indem auch die Sicherheitsbelehrung durchgeführt wurde. Die Jugendlichen konnten einen Einblick gewinnen, wie sich das Bogenschießen bis heute entwickelt hat, was es alles für Bögen und Pfeile gibt und was es alles für Regeln beim Bogenschießen gibt. Daran anschließend gab es erstmal ein leckeres, umfangreiches Abendessen, bevor dann alle in einem Schnupperkurs beginnen konnten.

 In den späteren Abendstunden versammelten sich alle bei Knüppelkuchen und Knabberei vor dem Lagerfeuer. Danach ging es ab in die Zelte, denn wahrscheinlich ahnte noch keiner der Jugendlichen, wie anstrengend der darauffolgende Tag wurde. Am Samstagvormittag wurden alle zum Frühstück und anschließender Erwärmung geweckt. Die Jugendlichen wurden nach der Erwärmung in die Gruppen aufgeteilt.

Erwärmung

Für die Anfänger stand zuallererst ein umfangreiches Training auf die Bogenscheiben in einer Entfernung von sechs Metern. Auf diese Entfernung müssen die Jugendlichen auch ihre Prüfung zur roten Feder ablegen. Hierbei müssen 12 Pfeile auf der Scheibe landen. Neben diesen praktischen Fähigkeiten, müssen die Jugendlichen auch zeigen, dass sie die grundsätzlichen Sicherheitsregeln beherrschen sowie einige theoretische Kenntnisse. Daran anschließend gingen die Jugendlichen in den 3D-Tier-Parcours. Dieser fiel im Gegensatz zu letzten Jahr sehr groß aus, da die Jugendlichen die Möglichkeit bekommen sollten, soviel wie möglich auf ihre jeweiligen Entfernungen zu üben und natürlich mit jedem Tier wieder vor neue Herausforderungen gestellt werden sollten. Durchschnittlich zwei Stunden brauchten unsere Teilnehmer für den gesamten Parcours. 3D-Tiere sehen echten Tieren sehr ähnlich, werden extra für den Bogensport angefertigt und bestehen aus einem sehr harten, speziellen Schaum. Dieser ermöglicht es auf die Tiere zu schießen und anschließend die Pfeile leicht zu ziehen. Viele trafen den großen Bär oder den Hirsch doch Schwierigkeiten gab es bei den viel kleineren Tieren, die sich versteckt im Gebüsch aufhielten, wie das Eichhörnchen.

 Danach aßen wir gemeinsam Mittag. Der Anfängerkurs hatte nach dem Mittag noch die Möglichkeit etwas über Materialkunde zu lernen. Dazu gab es eine Station, wo demonstriert wurde, wie ein Pfeil aufgebaut ist, wie er wieder repariert werden konnte und wie Sehnen gewickelt wurden.

Die Fortgeschrittenen 1 hatten schon die Auszeichnung der roten Feder erreicht und versuchten sich jetzt an der goldenen Feder. Hier waren die Anforderungen schon etwas höher, da die Entfernung acht Meter betraf. Auch hier mussten 12 Pfeile auf der Scheibe landen. Deshalb trainierten die Jugendlichen das Bogenschießen auf Scheiben in dieser Entfernung und auch die Tiere im 3D-Tier-Parcours standen in dieser Entfernung, sodass die Jugendlichen optimale Trainingsbedingungen hatten. Im Gegensatz zu den Anfänger stellten wir die Fortgeschrittenen 1 noch vor eine andere Herausforderung. Sie mussten eine Schnitzeljagd absolvieren. Dabei mussten sie als Gruppe zusammenarbeiten. Bei jeder Station wurden sie vor eine Aufgabe gestellt, die sie gemeinsam erledigen mussten, um sich den Hinweis zu verdienen. Einige Aufgaben waren das Zerschießen von Luftballons, Schießen auf eine Melone, das Schießen auf die verschiedensten und verrücktesten Scheiben oder das Schießen auf Karten. Am Ende hatten die Jugendlichen alle Hinweise zusammen und konnten ihren Schatz finden. Der wohl anspruchsvollste Kurs ist der, den die Fortgeschrittenen 2 absolvieren mussten. Alle Jugendlichen dieser Gruppe hatten schon die rote und goldene Feder und versuchten in dem dritten Durchgang den weißen Pfeil zu erreichen. Hier sind die Anforderungen schon deutlich höher. Die Jugendlichen schossen auf eine Entfernung von zehn Meter und mussten 105 Ringe erreichen. Auch hier wurden das Training auf die Bogenscheiben und der 3D-Tier-Parcours nach dieser Entfernung ausgerichtet.

Als am Nachmittag die offiziellen Punkte erledigt waren, hatten Jugendliche, die älter als 12 Jahre waren, die Möglichkeit eine Runde Luftgewehr zu schießen. Auch hierzu hatten wir einen kleinen und kurzen aber trotzdem faszinierenden Theoriekurs vorbereitet. Anschließend konnten die Jugendlichen ihr Können in dieser Disziplin unter Beweis stellen. Den Abend ließen wir bei einem leckeren Grillen, einem Kinoabend und Lagerfeuer ausklingen. Am Sonntag war ein sehr aufregender Tag. Alle Jugendlichen mussten in ihrer jeweiligen Disziplin einen Theorietest erfüllen, bei dem ihnen viele Situationen geschildert wurden und sie dann die Möglichkeit hatten, anzukreuzen, wie sie sich verhalten würden. Auch der Aufbau des Recurvebogens wurde abgefragt. Danach mussten die Jugendlichen ihre praktische Prüfung abschließen, was ein großer Teil der Jugendlichen auch geschafft hat. Anschließend aßen wir gemeinsam Mittag und es erfolgten umfangreiche Siegerehrungen.

Zum einen natürlich im 3D-Tier-Parcours, bei dem es jeweils einen ersten, zweiten und dritten Platz bei Anfängern- und Fortgeschrittenengruppen gab.

Danach übergaben wir den Jugendlichen ihre Teilnehmerurkunden und sie erhielten ihre Auszeichnungen für die erfolgreich absolvierte Stufe. Daran anschließend hatten die Jugendlichen die Möglichkeit ein Feedback zum Wochenende zu geben und uns zu sagen, was wir in den nächsten Jahren besser machen können.

Es war ein wunderschönes und spannendes Wochenende. Die Schützengilde möchte sich bei allen Jugendlichen bedanken, die dieses Wochenende unvergesslich gemacht haben. Wir freuen uns auch 2020 wieder auf euch.

Vanessa Bieber

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